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Lernstudio Birgit Geisler

Ansprechpartnerin: Birgit Geisler
Hahnweg 15

65510 Idstein
 

Tel.: 06126 - 70 039 75

Mail: info(at)dyskalkulie-idstein(dot)de
Internet: www.dyskalkulie-idstein.de

 

 

 

 

Kernkompetenz:

 

Angebote zur Förderung, Gesundheit und Schutz von Kindern und Jugendlichen:

Dyskalkulietraining und Nachhilfe Mathematik ab der Grundschule bis Klasse 10

-Flyer Lernstudio

-Flyer Dyskalkulie

 

 

Probleme im Mathematikunterricht wegen Dyskalkulie?

 

Rechenschwächen entwickeln sich nicht irgendwann im Laufe der Schulzeit, sondern sind bereits im Erstklassenunterricht deutlich wahrnehmbar. Es sollte bei besonderen Schwierigkeiten im Erlernen der Grundrechenfertigkeiten frühzeitig überprüft werden, durch welche Disposition die Lernproblematik verursacht wird. Von Dyskalkulie betroffene Schüler(innen) müssen von Beginn an gezielt und individuell in ihrem Lernprozess unterstützt werden. Dann gelingt es auch ihnen, den Anforderungen im Mathematikunterricht zu entsprechen und schulisch erfolgreich zu sein.

 

Eine Beeinträchtigung durch Dyskalkulie ist oft bereits erkennbar, wenn es darum geht, strukturierte Mengen (Fünfereinteilung) im Zahlenraum 5, 10 oder auch 20 simultan zu erfassen. Die Anzahlen können nur durch Abzählen erfasst werden. Es bedarf eines speziellen Trainings zur Verinnerlichung der Mengenbilder. Ein gesichertes Wissen um die Anzahlen als solche und um die jeweilige Beziehung zur Anzahl 5 und zur Anzahl 10 (7 ist 2 mehr als 5 und 7 ist 3 weniger als 10) ist für den Erwerb rechnerischer Fähigkeiten unbedingt erforderlich.

 

Notwendige Voraussetzung ist zudem die Herausbildung des Verständnisses, dass eine Zahl aus anderen, kleineren Zahlen zusammengesetzt ist und die Beherrschung der Zahlzerlegungen (z.B.: 7=7+0; 7=6+1; 7=5+2; 7=4+3; 7=3+4; ...). Obwohl das Zerlegen in der Schule geübt wird, bleiben Schüler(innen) mit Dyskalkulie diesbezüglich vollkommen orientierungslos. Die Abstraktionsleistung vom gegenständlich oder bildlich veranschaulichten Zerlegen (mit Zahlenleisten, Punktbildern, u.s.w.) hin zum Zahlenwissen auf der Symbolebene gelingt nur im Rahmen einer geduldigen und individuell ausgerichteten Förderung. Während Vielfalt bei der Veranschaulichung den Lernprozess nicht begünstigt, führt ein konsequent praktiziertes Automatisierungstraining zumeist zum Erfolg.

 

Ohne ein ausreichend entwickeltes kardinales Zahlenverständnis, können die Rechenprozesse des Addierens und Subtrahierens nur mit Kompensationsstrategien bewältigt werden. Man orientiert sich - in Analogie zum Alphabet - an der Zahlwortreihe. Die Mathematik wird zum Zählprozess: Addieren ist Vorwärtszählen, Subtrahieren ist Rückwärtszählen. Eine Automatisierung der +/- Grundaufgaben im Zahlenraum 10 ist auf dieser Grundlage niemals möglich. In der Folge zeigt sich dann - um noch ein weiteres Beispiel zu nennen - dass das Prinzip des dezimalen Zahlenaufbaus nicht einsichtig wird. Es kommt zur Verwechslung von Zehnern und Einern, Zahlen werden verdreht, Zahlen können nicht der Größe nach sortiert, Nachbarzahlen können nicht benannt werden, bei der Zehnerüberschreitung (7 + 9; 23 - 19) können die erforderlichen Rechenschritte nicht durchgeführt werden.

 

Um den Leistungsansprüchen der Schule nachzukommen, behelfen sich die betroffenen Schüler(innen) fortan mit Zählen, Raten, der Anwendung unverstandener Schemata oder mit Auswendiglernen. Mitunter verdecken richtige Ergebnisse den fehlenden Zugang zur Materie. Deshalb wird die Dyskalkulie nicht selten erst nach der 2. Klasse zum Thema, wenn das falsch Erlernte zunehmend ins Wanken gerät.

 

Da Mathematik zu den Kernfächern jedes Schulsystems gehört und versetzungsrelevant ist, führt Dyskalkulie sehr schnell zu Schulversagen und seelischen Sekundärproblematiken. Manche Schüler(innen) erleben emotionale Defizite in Form von Versagensängsten, sie leiden unter fehlendem Selbstvertrauen und einem negativen, durch Misserfolge geprägten Selbstbild. Eine geringe Lernmotivation und Vermeidungsverhalten sind unter diesen Umständen nicht verwunderlich. Durch frühzeitiges Erkennen und Einschreiten kann eine solche Entwicklung erfolgreich verhindert werden.

 

Mathematisches Lernen ist eine Frage der persönlichen Denkentwicklung. Es geht darum, geistige Begriffe zu entwickeln, die - unabhängig von Anschauungserfahrungen - nur noch in der Vorstellung bestehen. Erworbene Kenntnisse müssen fortlaufend automatisiert und als mathematisches Wissen im Langzeitgedächtnis verankert werden. Der Wissenserwerb muss zudem einer strengen Hierarchie folgen.

 

Mithilfe einer individuellen und systematischen Förderung bekommen auch von Dyskalkulie betroffene Schüler(innen) die Chance, ein mathematisches Grundverständnis aufzubauen. Sind die Anfänge erst einmal gemacht, öffnen sich die Türen und einem sachkundigen und selbständigen Rechen steht nichts mehr im Wege.

 

Richtig Rechnen ist keine Zauberei!

 

 

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