Anlässlich des 81. Jahrestages der Beendigung der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Verbrechen auf dem Kalmenhof in Idstein laden der Gedenk- und Lernort Kalmenhof der Gedenkstätte Hadamar und Vitos Teilhabe gemeinsam zur Gedenkveranstaltung ein.
In Kriegszeiten wurden auf dem Kalmenhof zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderungen Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde. Viele von ihnen wurden von Idstein aus in die Tötungsanstalt Hadamar deportiert oder starben vor Ort infolge gezielter Vernachlässigung, Hunger und der Verabreichung überdosierter Medikamente. Das Gedenken erinnert an ihr Leid und gibt ihren Lebensgeschichten einen Namen und einen Platz im öffentlichen Bewusstsein.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das individuelle Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten der NS-„Euthanasie“. Gertrude Henn wird einen Einblick in die Lebensgeschichten von drei Familienangehörigen bieten, die während der nationalsozialistischen „Euthanasie“ in der ehemaligen Heilerziehungsanstalt Kalmenhof und der Tötungsanstalt Hadamar ermordet wurden.
Ihre persönlichen Worte machen deutlich, dass hinter den historischen Zahlen einzelne Menschen mit Hoffnungen, Beziehungen und Biografien standen. Die Veranstalter verstehen das Gedenken auch als Auftrag für die Gegenwart. Die Erinnerung an die Verbrechen verpflichtet dazu, die Würde, die Rechte und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen heute konsequent zu schützen und zu stärken.
Datum: 28. März 2026, 15:00 Uhr
Ort: Saal der Vitos Teilhabe, Veitenmühlweg 10, 65510 Idstein
Die Veranstaltung ist öffentlich. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.
Anmeldung:
Bis zum 25. März 2026 per Mail an: gedenkort-lernort-kalmenhof@lwv-hessen.de oder telefonisch unter 06433/91845-01.
Hinweis:
Während der Veranstaltung werden Fotos gemacht. Mit ihrer Teilnahme erklären sich die Besuchenden mit einer möglichen späteren Verwendung einverstanden.