
Idstein, 26.02.2026 – Mit Musik, bewegenden Worten und stolzen Fotografinnen und Fotografen wurde in Idstein die Ausstellung „Lebensfreude 2025“ eröffnet. Zahlreiche Angehörige, Freundinnen, Klientinnen und Klienten sowie weitere geladene Gäste waren gekommen, um die Ergebnisse eines besonderen Jahresprojekts der Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM) von Vitos Teilhabe zu würdigen.
Ein Jahr lang hatten die teilnehmenden Beschäftigten im Rahmen einer arbeitsbegleitenden Maßnahme fotografiert – ihren Arbeitsalltag, ihr Umfeld und viele kleine Momente, die im Alltag oft übersehen werden. Begleitet wurde das Projekt von Martin Fabjancic, Gründer der Fotofreunde Idstein, der die Grundlagen der Fotografie vermittelte und die Teilnehmenden auf ihrem kreativen Weg unterstützte.
Eva Fuhrmann, die Leiterin der WfbM betonte in ihrer Begrüßung die besondere Entwicklung der Teilnehmer/-innen: „In den Fotos sehen wir nicht nur Bilder. Wir sehen Geschichten und Gefühle. Jedes Bild ist ein Stück der Reise, die die Teilnehmer gemacht haben.“ Es sei nicht nur um Technik gegangen, sondern darum, eine neue Perspektive auf die eigene Arbeits- und Lebenswelt zu gewinnen und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken.

Auch die Geschäftsführerin von Vitos Teilhabe unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung des Projekts für gelebte Teilhabe und Selbstbestimmung. Sie habe im Vorfeld viele positive Rückmeldungen gehört: „Ein tolles Projekt“, „Wann geht es weiter?“ oder „Ein besonderes Erlebnis“ – Stimmen, die zeigten, welche Wirkung das Projekt entfaltet habe. Die Ausstellung sei ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Teilhabe gelingen könne: selbstbestimmt, kreativ und mit Mut zur eigenen Perspektive.

Für einen stimmungsvollen Rahmen sorgten die Happy Singers, der Chor der Behindertenhilfe Idstein, die die Veranstaltung mit drei Liedern musikalisch begleiteten und für begeisterten Applaus sorgten.
Im Mittelpunkt des Nachmittags standen jedoch die Fotograf/-innen selbst. Stolz präsentierten sie ihre ausgewählten Lieblingsbilder und kamen mit den Gästen ins Gespräch. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll: Fotografie kann Brücken bauen – zwischen Menschen, Perspektiven und Lebenswelten.
Mit der Vernissage wurde nicht nur ein kreatives Projekt gewürdigt, sondern auch ein Zeichen für Sichtbarkeit, Ausdruckskraft und gelebte Inklusion gesetzt.